Lithium-Ionen-Akkus im Haushalt – unterschätztes Brandrisiko?
Akkus und Batterien sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Besonders Lithium-Ionen-Akkus kommen in Gartengeräten, E-Bikes, Werkzeugen oder Haushaltsgeräten zum Einsatz. Ihre hohe Energiedichte sorgt für starke Leistung, birgt jedoch auch ein erhöhtes Brandrisiko bei unsachgemäßer Nutzung oder Lagerung.
Warum Lithium-Ionen-Akkus gefährlich werden können
Lithium-Ionen-Akkus speichern große Energiemengen auf engem Raum. Kommt es zu einer Beschädigung, Überladung oder Überhitzung, kann ein sogenanntes „thermisches Durchgehen“ entstehen. Dies ist eine Kettenreaktion, die zu starker Hitzeentwicklung, Brand oder sogar Explosion führt. Brände dieser Art entwickeln sich schnell und sind schwer zu löschen. Besonders kritisch: Ein Akku kann sich auch ohne äußere Flamme selbst entzünden.
Typische Ursachen und Warnsignale
Häufige Ursachen sind mechanische Beschädigungen, Stürze oder unsachgemäße Lagerung. Auch das Laden mit nicht zugelassenen oder beschädigten Ladegeräten erhöht das Risiko erheblich. Weitere Gefahren entstehen durch Tiefenentladung, dauerhafte Vollladung oder extreme Temperaturen. Gerade in Carports, Schuppen oder Garagen fehlen oft geeignete Brandschutzvorkehrungen.
Warnsignale sind zum Beispiel:
- Aufblähen oder Verformen des Akkugehäuses
- Ungewöhnlicher oder stechender Geruch
- Starke oder ungewöhnlich schnelle Hitzeentwicklung
- Sichtbare Beschädigungen nach Sturz oder Stoß
- Rauchentwicklung oder Funkenbildung
- Akku lädt nicht mehr richtig oder entlädt sich ungewöhnlich schnell
- Verfärbungen am Gehäuse
Wichtig: Solche Akkus nicht weiterverwenden, nicht erneut aufladen und fachgerecht entsorgen, d.h. NICHT im Hausmüll.
Was insgesamt zu beachten ist
Akkus sollten stets trocken, kühl und möglichst bei konstanter Raumtemperatur gelagert werden. Direkte Sonneneinstrahlung, Frost oder starke Hitze sind unbedingt zu vermeiden. Beim Ladevorgang sind außerdem die herstellerbedingten und die behördlichen Sicherheitsvorschriften zu beachten. Empfehlenswert ist eine Aufbewahrung im Gerät oder in einem feuerfesten Behältnis, auf nicht brennbaren Unterlagen und mit ausreichend Abstand zu leicht entzündlichen Materialien. Größere Akkus, etwa von E-Bikes oder leistungsstarken Gartengeräten, sollten möglichst nicht unbeaufsichtigt in Fluchtwegen, Carports oder direkt am Gebäude gelagert werden. Zudem sollte bei der Einlagerung, beispielsweise im Winter, der Akku stets entladen sein. Besonders sensibel ist übrigens der Ladevorgang: Es sollte ausschließlich das Original-Ladegerät des Herstellers verwendet und der Akku niemals über Nacht oder unbeaufsichtigt geladen werden. Auch beim Laden gilt: nicht brennbare Unterlage, Abstand zu entzündlichen Materialien und möglichst keine Aufladung in Carports oder an Holzwänden, sondern in kontrollierter Umgebung innerhalb der Wohnung.
Besondere Risiken bei Gartengeräten
Akkubetriebene Rasenmäher, Heckenscheren oder Laubbläser werden häufig saisonal genutzt und über längere Zeit gelagert. Gerade nach der Winterpause können unerkannte Schäden oder Tiefenentladungen ein Risiko darstellen. Auch Feuchtigkeit in Schuppen oder Carports kann die Akkus beeinträchtigen. Hier bietet sich im Frühjahr eine gezielte Kundenansprache zur sicheren Inbetriebnahme an.
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Mathias Heuberger
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